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Medizinischer Datenschutz DS-GVO 2018 Seminar

Die Datenschützer blicken schon seit Monaten auf den 25. Mai 2018:
Um 0.00 Uhr tritt die EU DS-GVO in Kraft. Fleißig arbeiten zahlreiche Gremien und Institutionen an die GVO begleitenden Papieren, um für die Anwendung der neuen Bibel des Datenschutzrechts möglichst viel Rechtsklarheit zu gewinnen und eine wünschenswerte sowie rechtskonforme Anwendungspraxis zu gewährleisten.
Die  Anwendungspraxis zu gewährleisten.
Die Gesundheitsbranche seht hier in einer besonderen Verantwortung.
Sie verarbeitet enorm große Mengen und ausgesprochen sensible Daten.

Wir laden Sie ein zum Seminar am

 28.-29. November 2017 in Berlin 

Themen der Seminare (2-tägig) / Zeitrahmen: 09.00 h – 17.00 h

Themen des 1. Seminartages:

1. Teil: Die GVO als Rechtsakt, Verhältnis zu anderen Normen, Fristen der Umsetzung; Datenschutzaufsicht ; Einwilligung, Vertrag/Interessensabwägung, Zweckbindung; Auftragsdatenverarbeitung; Informationspflichten; Betroffenenrechte ; Rolle der Aufsichtsbehörden:Auditierung/Zertifizierung

 

 

 

2. Teil : Neue Anforderungen  zur Gewährleistung der Datensicherheit,Datenschutz-Folgenabschätzung, Datenschutzverletzungen 

 

Themen des 2. Seminartages

1. Teil:2 Stunden: medizinische Apps,Compliance,Management

2. Teil :2 Stunden:cloud computing,IT-Sicherheits-Gesetz, Telemedizin

3. Teil: 2 Stunden: Auftrags DV, medizinische Forschung, IT-Sicherheit

Das zweitägige Seminar wird angeboten in Kooperation mit dem BvD, der Datatree AG und dem Verband der Medizin-Manager.
Mitglieder dieser Einrichten genießen Sonderpreise.

Weitere Details ersehen Sie über: www.esturias.de/seminarreihe-2017/ 

 

Neue Erkenntnisse und aktuelle Therapiemögichkeiten in der Dermato-Onkologie

Mainz.  Beim 27. Deutschen Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft
Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (ADO) und der
Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, der vom 21. – 23.
September 2017 in Mainz stattfindet, werden vielversprechende aktuelle
Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in Prävention, Diagnostik und
Therapie in der Dermato-Onkologie vorgestellt und von internationalen
Experten diskutiert. Nicht nur in der Therapie des fortgeschrittenen
Melanoms, des Basalzellkarzinoms und in der Behandlung aktinischer
Keratosen, auch bei anderen Hautkrebsarten gibt es hoffnungsvolle
Fortschritte. Herr Prof. Stephan Grabbe, Direktor der
Universitätshautklinik Mainz und diesjähriger Tagungspräsident und Frau
PD Dr. med. Carmen Loquai, Leiterin des Hautkrebszentrums Rhein-Main
der Universitätsmedizin Mainz, Universitäres Centrum für
Tumorerkrankungen (UCT) Mainz, die die wissenschaftliche Leitung des
Hautkrebskongresses übernommen hat, geben Einblick in Highlights des
hochkarätigen Kongresses.

Frage: Welche Highlights wird es beim diesjährigen Deutschen
Hautkrebskongress geben? Wird das Melanom der Haut mit den erweitertenTherapiemöglichkeiten wieder eine große Rolle spielen?

Dr. Carmen Loquai

Priv. Doz. Dr. med. Carmen Loquai

 

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Ja, das Melanom wird auch dieses Jahr wieder eine große Rolle
spielen, es gibt neue Meilensteine in der Immuntherapie und
zielgerichteten Therapie beim malignen Melanom. Daneben werden aber
auch neue Daten zur Therapie fortgeschrittener epithelialer
Hauttumoren, voran das Merkelzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom,
präsentiert werden, die Anlass zur Hoffnung geben.“

Frage: Auf welche Themen wird diesmal der Fokus gelegt?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Ein Fokus dieser Tagung liegt in diesem Jahr bei den neuen
Entwicklungen zur Immuntherapie, entsprechend dem Mainzer
Forschungsschwerpunkt auf diesem Gebiet. Aber auch in der Diskussion
und Entwicklung palliativer und psychoonkologischer Versorgungskonzepte
werden bei diesem Kongress Akzente gesetzt.“

Frage: Deutsche Hautkrebszentren sind an verschiedenen aktuellen
Studien aktiv beteiligt. Welche vielversprechenden Studien werden beim
Kongress diskutiert?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Zu Beginn des Kongresses werden unter der
Leitung von Frau Professor Berking und Herrn PD Dr.
Eigentler in einer dreistündigen Sitzung die aktuell in
Deutschland laufenden Studien und deren bisherige
Ergebnisse vorgestellt. Dies gibt den Kongressteilnehmern
eine gute Übersicht zum Stand der klinischen Forschung.
In den folgenden Symposien und Sitzungen erwarten wir
neben Langzeit- und Kombinationsdaten von
Immuntherapeutika und zielgerichteten Therapeutika erste
Daten zu personalisierten Impfstudien in der Therapie des
malignen Melanoms.“

GRABBE_Stephan_Universitätsmedizin Mainz_Direktor der Hautklini

Prof. Dr. med. Stephan Grabbe, Universitätsmedizin Mainz, Direktor der Hautklinik

Frage: Auf welche neuen Forschungsdaten sind Sie
besonders gespannt und welche Vorträge der eingeladenen
Wissenschaftler würden Sie besonders hervorheben?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Auch dieses Jahr konnten wir wieder
hervorragende Plenarredner gewinnen, die uns eine
Übersicht zu computerbasierten Screeningverfahren beim
Melanom, zur Epigenetik und Krebs und zur Bedeutung von
UV-Licht bei der Melanomentstehung geben. Diese
Plenarvorträge werden sicherlich zu den Highlights des
diesjährigen Kongresses gehören.“

Frage: Damit die Erkenntnisse der Forschung möglichst
schnell und umfassend den Patienten zugutekommen kann,
verfolgt die ADO seit einigen Jahren auch das Ziel,
translationale Krebsforschung mit Patientenversorgung zu
verbinden. Gibt es dazu neue Impulse?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Ja in der Tat. Wir in Mainz arbeiten zum
Beispiel an der Entwicklung individualisierter
Krebsvakzine, die Ihren Weg vom Labor in erste frühe
multizentrische klinische Studien gefunden haben.  Diese
konnten wir kürzlich in der Zeitschrift „Nature“
publizieren. In ähnlicher Weise arbeiten viele
ADO-Mitglieder an Projekten, in denen einerseits
klinische Beobachtungen durch wissenschaftliche
Untersuchungen erklärt und andererseits neue
wissenschaftliche Erkenntnisse in klinischen Studien
geprüft werden.“

Frage: Es werden immer wieder neue
Untersuchungsergebnisse zu verschiedenen
Behandlungsmethoden von Melanom und anderen Hauttumoren
vorgestellt. Welche Diskussionen gibt es nach der
vielversprechenden Entwicklung der letzten Jahre, geht
die positive Entwicklung weiter?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Die zielgerichteten und
Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind in einer beispiellosen
Schnelligkeit als Standardtherapie in unsere
Leitlinienempfehlungen aufgenommen worden. Nachdem es uns
bei immer mehr Patienten mit schwarzem Hautkrebs gelingt,
eine akute lebensbedrohliche Tumorerkrankung in eine
chronische Erkrankung zu überführen, stellen wir uns nun
die Frage, wie wir ein langfristiges Ansprechen oder gar
eine Heilung erreichen können. Kombinationstherapien aus
zielgerichteten Therapien und Immuntherapien, aber auch
personalisierte Ansätze sind vielversprechend. Wir sind
derzeit beim malignen Melanom in der glücklichen Lage,
unseren Patienten eine Vielzahl von innovativen
Therapiemöglichkeiten anzubieten, die vielversprechend
sind, doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir trotz
allem Enthusiasmus nach wie vor einem ernst zu nehmenden
Gegner gegenüberstehen.“

Frage: Inwieweit führen positiv verlaufende
Studienergebnisse zur Zulassung neuer dermaonkologischer
Medikamente?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Die Zulassung von Medikamenten von deren
Entdeckung bis zur Zulassung ist ein langer Weg. Hierbei
werden verschiedene Phasen der Entwicklung und dann
klinischen Prüfung durchlaufen, die oft Jahre dauern.
Wenn sich frühe positive Studienergebnisse in
weiterführenden groß angelegten Studien bestätigt haben,
ist zumindest der Weg für eine Zulassung geebnet, doch
beginnt dann ein hochkomplexes länderspezifisches
Verfahren, bis die Medikamente für unsere Patienten zur
Verfügung stehen. Selbst wenn die europäische
Zulassungsbehörde ein Medikament befürwortet, ist es
keine Selbstverständlichkeit, dass dieses dann auch in
Deutschland auf dem Markt zur Verfügung stehen wird. Die
Zulassung eines Medikamentes ist auch im Falle positiv
verlaufender Studienergebnissen also kein Selbstläufer.
Aktuell befinden sich aus der dermatologischen Onkologie
eine ganze Reihe von Therapeutika im Zulassungsverfahren.
Hierzu gehören u. a. Immuntherapeutika für die Behandlung
des metastasierten Merkelzellkarzinoms und in der
adjuvanten Behandlung des Melanoms, sowie zwei neue
Therapeutika zur Behandlung von kutanen Lymphomen.“

Frage: Welche Rolle spielen Nebenwirkungs-Strategien bei
den neuen Therapeutika?

PD Dr. med. Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. med. Stephan
Grabbe: „Die Wirkung der neuen Therapeutika ist
überzeugend, aber gerade bei den
Immuncheckpointinhibitoren müssen wir unsere Patienten
bereits vor Beginn der Therapie sehr gut und umfassend
über mögliche Nebenwirkungen aufklären. Um die Patienten
sicher führen zu können, müssen diese wissen, welche
Symptome auftreten können. Mit den neuen
Immuncheckpointinhibitoren lösen wir praktisch die Bremse
des Immunsystems und geben zusätzlich Gas, was dazu
führen soll, dass sich das Immunsystem mit voller Kraft
gegen die Tumorzellen wendet und diese bekämpft. Doch
kann die rasante Fahrt auch außer Kontrolle geraten und
neben den Tumorzellen gesundes Gewebe angreifen. So kann
es unter der Therapie z. B. zu einer Darmentzündung
kommen, die bei den Patienten Durchfallbeschwerden
auslöst. Wir fragen deshalb unsere Patienten bei jeder
Vorstellung nach typischen Beschwerden, um diese
Nebenwirkungen zu erkennen und mit Hilfe von Medikamenten
–  in den meisten Fällen Cortison – dann im richtigen
Augenblick wieder auf die Bremse treten zu können.“

Frage: Der gefürchtete „schwarze Hautkrebs“ kann in
vielen Varianten auftreten und immer gilt: Je eher
entdeckt, desto besser. Was sind frühe Anzeichen?

PD Dr. med. Carmen Loquai: „Beim Hautkrebsscreening
versuchen wir dem Patienten frühe Anzeichen mit Hilfe der
sogenannten ABCD-Regel zu erklären. Wenn sich ein
Pigmentmal in der Symmetrie ändert, d. h. nicht mehr rund
oder oval ist, eine verstärkt unregelmäßige Begrenzung
zeigt, nicht nur aus einer Farbe, sondern aus mehreren
Farben besteht und größer als 0,5 mm ist, dann können
dies Anzeichen für das Vorliegen eines Melanoms sein. Je
mehr dieser Punkte auf ein solches Pigmentmal zutreffen,
desto verdächtiger ist dieses und sollte durch einen
Hautarzt weiter abgeklärt werden.“

Frage: Ein Highlight der Tagung wird sicher wieder das
beliebte Forum Hautkrebs für Patienten sein. Inwieweit
wird neben der Prävention auch die Tumortherapie
angesprochen? Wird der interdisziplinäre Ansatz weiter
fortgeführt – z. B. mit Psychoonkologie, Komplementär-
medizin, Sport und Bewegung, gesunder
Ernährung – und werden dazu neue Studien vorgestellt?

PD Dr. med. Carmen Loquai: „Auch dieses Jahr möchten wir
unseren Patienten einen Überblick zu den Highlights des
Kongresses geben, Fragen zur Früherkennung von Hautkrebs
und wie sich jeder einzelne hiervor schützen kann, aber
auch die psychoonkologische Versorgung von Krebspatienten
und palliative Versorgungskonzepte werden adressiert. In
einer Podiumsdiskussion werden dann im Anschluss an
Impulsvorträge von Patienten vorgetragene Fragen
gemeinsam diskutiert. Für die Moderation konnten wir
dieses Jahr Herrn Dr. Frank Wittig vom SWR Fernsehen
gewinnen und freuen uns schon jetzt auf eine rege
Beteiligung.“

Frage: Dass die bösartigen Erkrankungen der Haut immer
noch zunehmen, soll vor allem an der Sonnenbestrahlung
liegen. Wie können wir uns am besten schützen? Sind immer
höhere Hautschutzfaktoren entscheidend für die
Prävention?

PD Dr. med. Carmen Loquai: „Sonnenstrahlung hat sowohl
positive wie auch negative Auswirkungen auf die
Gesundheit – wie bei vielem im Leben ist das richtige Maß
entscheidend. Wichtig ist, dass man zu intensive
Sonneneinstrahlung oder gar Sonnenbrände vermeidet und
sich am besten mittels geeigneter Kleidung und sonst mit
Sonnencremes schützt. Je jünger die Haut ist, desto
gefährdeter ist sie für die durch UV-Licht induzierte
Entstehung von schwarzem Hautkrebs. Daher sollten
besonders Kleinkinder vor zu intensiver
Sonneneinstrahlung geschützt werden. Ein anderer Faktor
ist der individuelle Hauttyp – hier gilt, je hellhäutiger
und lichtempfindlicher jemand ist, desto konsequenter
sollte der Sonnenschutz sein.“

Frage: Auch wenn es wieder weitere Fortschritte in
Prävention und Therapie beim Hautkrebs gibt –weiterhin
wichtige Bereiche sind Palliativmedizin und
Psychoonkologie. Inwieweit spielt diese auch bei der
diesjährigen ADO-Tagung eine Rolle?

PD Dr. med.  Carmen Loquai, Univ.-Prof. Dr. Stephan
Grabbe: Nicht jeder Tumorpatient kann geheilt werden,
viele Tumore und auch ihre Therapien können Schmerzen und
Beschwerden verursachen und nicht jeder Tumorpatient
verarbeitet seine Erkrankung in gleicher Weise. Daher ist
es mittlerweile in deutschen Hautkrebszentren
selbstverständlich, dass neben den Behandlungen, die auf
eine Elimination des Tumors zielt, auch solche angeboten
werden, die auf die Linderung von Tumor- oder
therapiebedingten Beschwerden abzielen und/oder die
seelische Verfassung des Patienten in den Mittelpunkt des
Behandlungskonzepts stellen. Dies geschieht unter anderem
in enger Zusammenarbeit mit der Palliativmedizin, der
Psychoonkologie und dem Sozialdienst. Durch die
Einbeziehung dieser wichtigen Bereiche in das
Behandlungskonzept von Tumorpatienten sind die – oft
stark körperlich und seelisch belastenden –
Tumorerkrankungen und ihre Therapien besser verträglich
und erträglicher geworden.

 

Interview:

Buchbesprechung: Texten fürs Social Web

 

Das Texten für das Internet ist etwas Anderes als beispielsweise einen Roman zu schreiben. Texte für Social Media müssen das Wesentliche enthalten, kurz und knapp. Ob Google, Xing, Twitter, Pinterest usw. – die Autorin erklärt dem Leser alle wesentlichen Fakten. Dass beim Posten von Beiträgen im Netz zuerst das Denken und dann das Handeln im Vordergrund stehen muss – darauf wird immer wieder richtigerweise hingewiesen. Mit zahlreichen wichtigen Tipps werden die Beiträge ergänzt. So zum Beispiel die Anwendung der Tools bit.ly; goo.gl und tiny.url.

Besonders der Anfänger wird sich mit Hilfe des Inhaltes sehr gut zurecht finden. Und auch der erfahrene User findet noch zahlreiche Anregungen und Tipps.

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Zu bemängeln sind Satz und Druck. Das ist keinesfalls der Autorin anzulasten, macht den Inhalt des Buches nicht so lesenswert: Es fehlen die Serifen in der Schriftart, die den Inhalt eines Buches lesenswerter machen. Weiterhin sind die Inhalte einiger Abbildungen nur mit einer Lupe zu erkennen. Das Druckbild ist nicht optimal.

Florine Calleen: Texten für das Social Web. Das Handbuch für Social-Media-Texter. 209 Seiten, zahlreiche schwarz/weiss Abbildungen. 2. Auflage. Business Village Verlag Göttingen. ISBN: 978-3-86980-185-8;  Preis 21.80 Euro

Jürgen Bause